Zukunftsorientierte Projekte - Aufruf zur Antragstellung in der Erasmus+ Leitaktion 2 (KA2)

„Zukunftsorientierte Projekte“ sind groß angelegte Projekte, die darauf abzielen, innovative (politische) Ansätze zu ermitteln, zu entwickeln, zu erproben und/oder zu bewerten. Diese innovativen Ansätze sollen das Potenzial haben, sich durchzusetzen und so die Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung zu verbessern.

Der jährliche Aufruf wird im Erasmus+ Programmleitfaden veröffentlicht. Die Aktion wird von der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) umgesetzt (zentrale Aktion).

Ziele der Aktion

Es sollen transnationale Kooperationsprojekte gefördert werden, die ein Bündel von sektorspezifischen oder sektorübergreifenden Aktivitäten umsetzen, die entweder

  • die Innovation in Bezug auf Umfang, bahnbrechende Methoden und Praktiken fördern und/oder
  • einen Innovationstransfer (länder-, sektor- oder zielgruppenübergreifend) gewährleisten.

Zu den spezifischen Zielen zählen:

  • Identifizierung, Entwicklung, Erprobung und/oder Bewertung innovativer Ansätze
  • Einleitung von Pilotaktionen
  • Unterstützung der transnationalen Zusammenarbeit und des gegenseitigen Lernens.

Die Förderung erfolgt in 3 Losen:

Los 1: Bereichsübergreifende Prioritäten

Projekte im Rahmen von Los 1 können verschiedene Bildungsbereiche betreffen oder als Brücke zwischen Bildungsbereichen dienen.

Im Rahmen von Los 1 eingereichte Projekte müssen zwei der folgenden Prioritäten berücksichtigen:

  • Priorität 1: Förderung einer hochwertigen und integrativen digitalen Bildung im Einklang mit dem Aktionsplan für digitale Bildung;
  • Priorität 2: Unterstützung der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung bei der Anpassung an den grünen Wandel.

Die einzelnen Prioritäten sind im Kapitel „Einrichtung eines Projektes“ (Erasmus+ Programmleitfaden 2022, dt. Version) ab S. 317 näher beschrieben.

Konsortium: mindestens drei vollwertige Partner aus mindestens drei EU-Mitgliedsstaaten und mit dem Programm assoziierten Drittländern (davon mindestens zwei EU-Mitgliedsstaaten)

Laufzeit der Projekte: 24 bis 48 Monate

Förderhöhe: Mindestbetrag 800.000 €

Los 2: Berufliche Aus- und Weiterbildung

Die Projekte unter Los 2 betreffen den Berufsbildungssektor.

Im Rahmen von Los 2 eingereichte Projekte müssen eine der folgenden Prioritäten berücksichtigen:

  • Priorität 3: Unterstützung des Kompetenzpakts;
  • Priorität 4: Strukturen und Mechanismen für angewandte Forschung in der Berufsbildung;
  • Priorität 5: Grüne Kompetenzen im Berufsbildungssektor.

Die einzelnen Prioritäten sind im Kapitel „Einrichtung eines Projektes“ (Erasmus+ Programmleitfaden 2022, dt. Version) ab S. 317 näher beschrieben.

Konsortium: mindestens drei vollwertige Partner aus mindestens drei EU-Mitgliedsstaaten und mit dem Programm assoziierten Drittländern (davon mindestens zwei EU-Mitgliedsstaaten);

in mindestens drei der teilnehmenden Länder müssen die Partnerschaften sowohl Arbeitgeber als auch Organisationen der allgemeinen und beruflichen Bildung umfassen.

Laufzeit der Projekte: 24 Monate

Förderhöhe: 700.000 €

Los 3: Erwachsenenbildung

Die Projekte unter Los 3 betreffen den Sektor der Erwachsenenbildung.

Im Rahmen von Los 2 eingereichte Projekte müssen die folgende Priorität berücksichtigen:

  • Priorität 6: Weiterbildungspfade: Neue Chancen für Erwachsene

Die einzelnen Prioritäten sind im Kapitel „Einrichtung eines Projektes“ (Erasmus+ Programmleitfaden 2022, dt. Version) ab S. 317 näher beschrieben.

Konsortium: mindestens drei vollwertige Partner aus mindestens drei EU-Mitgliedsstaaten und mit dem Programm assoziierten Drittländern (davon mindestens zwei EU-Mitgliedsstaaten);

für mindestens drei der teilnehmenden Länder muss die Partnerschaft öffentliche oder private Einrichtungen als volle oder assoziierte Partner umfassen, die für die Organisation und/oder Finanzierung und/oder Bereitstellung von Bildungsdienstleistungen für Erwachsene zuständig sin oder ein hohes Maß an Verantwortung dafür tragen.

Laufzeit der Projekte: 24 Monate

Förderhöhe: 1.000.000 €

Wer kann einen Antrag stellen?

Jeder vollwertige Partner, der in einem EU-Mitgliedstaat oder in einem mit dem Programm assoziierten Drittland ansässig ist, kann die Förderung beantragen. Die koordinierende Einrichtung richtet den Förderantrag im Namen aller Projektpartner an die Europäische Exekutivagentur für Bildung und Kultur EACEA.

Wo wird der Antrag gestellt?

Die Antragstellung erfolgt im Funding & Tenders Portal.

Antragsfrist

15. März 2022 um 17.00 Uhr (Brüsseler Ortszeit)

Weiterführende Informationen

Bei Fragen können Sie sich auch direkt per Email an die EACEA wenden: EACEA-Policy-Support[at]ec.europa(dot)eu.