Kurzzeitprojekte

Für das Erasmus+ Programm (2021-2027) gibt es verschiedene Zugangsmöglichkeiten. Die Europäischen Kommission hat Förderinstrumente entworfen, die eine administrative Vereinfachung für die teilnehmenden Einrichtungen ermöglichen.

  • Die Kurzzeitprojekte geben die Möglichkeit, Erasmus+ kennenzulernen und in Projektform am Programm teilzunehmen.Der Zugang ist vereinfacht und für unerfahrene Einrichtungen konzipiert. 
    Für die Beantragung eines Kurzzeitprojekts, sind keine Vorerfahrungen mit europäischen Bildungsprogrammen erforderlich.
  • Die Akkreditierung ist der Standardzugang für Institutionen. Sie verschafft einen langfristigen Zugang zu Fördermitteln. 

Für die Kurzzeitprojekte als auch bei den akkreditieren Einrichtungen gibt es nun die Möglichkeit benachteiligte Lernende zu entsenden. Förderfähig sind laut Definition des Programmleitfadens dies: "Menschen mit eingeschränkten Möglichkeiten sind Menschen, denen aus wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen, geografischen oder gesundheitlichen Gründen ein Zugang zu den Möglichkeiten des Programms erschwert ist, beziehungsweise sie an einem Zugang hindern. Weiterhin gilt dies auch für Menschen mit einem Migrationshintergrund oder für Menschen mit Behinderung oder sonstigen Bildungsschwierigkeiten oder anderen Gründen; einschließlich die zu einer Diskriminierung gemäß Artikel 21 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union führen können."

Eine nationale Definition der förderfähigen Lernenden finden Sie hier.

Hinweise zum Kurzzeitprojekt:

Für den vereinfachten Zugang mittels Kurzzeitprojekt sind spezifische Beschränkungen formuliert:

  • In jedem Kurzzeitprojekt können max. 30 Aktivitäten durchgeführt werden.
  • Die Laufzeit des Kurzzeitprojektes beträgt 6 bis max. 18 Monate.
  • Es dürfen bis zu 3 Kurzzeitprojekte in 5 Jahren beantragt werden.
  • Wenn Sie bereits im Erasmus+-Programm akkreditiert sind, können Sie kein Kurzzeitprojekt durchführen.

Es kann in einem Kalenderjahr zwei Antragsrunden für Kurzzeitprojekte geben, eine potentielle zweite Antragsrunde wird frühzeitig von der NA beim BIBB kommuniziert. Eine Einrichtung kann aber nur eine Förderzusage pro Jahr erhalten. 

In der Leitaktion 1 – Mobilität von Lernenden und Personal in der Erwachsenenbildung haben Einrichtungen die Möglichkeit, drei Kurzzeitprojekte innerhalb von fünf Jahren zu beantragen. Pro Jahr kann eine Einrichtung nur eine Förderzusage erhalten. Eine weitere Antragstellung im selben Jahr ist daher ausgeschlossen.


Wer darf ein Kurzzeitprojekt in Erasmus+ durchführen?

  1. Anbietende von Erwachsenenbildung und andere Organisationen, die im Bereich der Erwachsenenbildung tätig sind und Lernmobilitätsaktivitäten für erwachsene Lernende und Personal organisieren. Solche Einrichtungen sind zum Beispiel Volkshochschulen, Vereine und kirchliche Träger der Erwachsenenbildung. 
  2. Lokale und regionale öffentliche Einrichtungen, Koordinierungsstellen und andere Organisationen, die im Bereich der Erwachsenenbildung tätig sind.

 

 

 

 

Zum Antragsverfahren

Hier finden Sie alle Informationen zum Antragsverfahren für ein Kurzzeitprojekt im Erasmus+-Programm (2021-2027).