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Hier stellen wir Ihnen die wesentlichen Aspekte und Schritte der Antragstellung vor.

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Durchführung

Mobilitätsprojekt erfolgreich umsetzen

Erfahren Sie, was Sie beachten müssen und welche Dokumente und Tools Sie benötigen.

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Für erfahrende Einrichtungen

Wie Sie mit der Charta die Internationalisierung Ihrer Einrichtung vorantreiben können

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Bewilligte Projekte

Übersichten erfolgreicher Anträge

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Good Practice

Wie kann Mobilität in Europa aussehen?

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Mobilität - Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung

Mobilitätsprojekte sind organisierte Lernaufenthalte im europäischen Ausland. Im Bereich der Berufsbildung finden sie in Form von

  • beruflichen Praktika
  • Ausbildungsabschnitten und
  • Weiterbildungsmaßnahmen statt.

Personen des Berufsbildungspersonals können auch Aufenthalte zum Lehren und Ausbilden im Ausland absolvieren.

Mobilitätsprojekte sind flexibel: Sie können so gestaltet werden, dass sie den Lernbedürfnissen der jeweiligen Zielgruppe entsprechen. Organisiert werden die Projekte stets von Einrichtungen der beruflichen Aus- und Weiterbildung, z.B. Unternehmen, Kammern oder berufsbildenden Schulen.

Ziele

Internationale Berufserfahrungen sind immer häufiger Teil des beruflichen Anforderungsprofils. Auslandsaufenthalte in der beruflichen Aus- und Weiterbildung stellen eine hervorragende Möglichkeit dar, internationale Berufskompetenzen zu erwerben. Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Leitaktion "Lernmobilität für Einzelpersonen" im Programm Erasmus+ für die Berufsbildung erhalten die Chance, relevante internationale Erfahrungen im Rahmen eines Mobilitätsprojekts zu erwerben.

Auch die beteiligten Einrichtungen profitieren von der Zusammenarbeit mit transnationalen Partnern: attraktive Bildungsangebote, das Know-how in der Projektdurchführung sowie internationale Netzwerke stärken das Profil der Einrichtung.

Zielgruppen und Aufenthaltsdauer

Mobilitätsprojekte richten sich an folgende Zielgruppen:

Lernende: Personen in nichttertiären, beruflichen Aus-und Weiterbildungsgängen

  • Auszubildende
  • Berufsfachschüler und –schülerinnen
  • Personen in formal geordneten Weiterbildungsgängen nach Landes- oder Bundesrecht (z.B. zum Meister/zur Meisterin, Staatlich Geprüften Techniker/Staatlich Geprüfte Technikerin)
  • Absolventinnen und Absolventen der genannten Bildungsgänge bis 12 Monate nach Abschluss
  • Personen in der Berufsausbildungsvorbereitung, wenn der Bildungsgang auf eine sich anschließende Berufsausbildung angerechnet werden kann

 Aufenthaltsdauer: zwischen 2 Wochen (wenn darin mindestens 10 Arbeitstage enthalten sind) und 12 Monaten

 

Bildungspersonal: Personen im Bereich der Berufsbildung, zum Beispiel:

  • Ausbilderinnen und Ausbilder,
  • Lehrkräfte
  • Berufsberaterinnen und -berater
  • Leiterinnen und Leiter von Ausbildungseinrichtungen
  • Personen, die für die Ausbildungsplanung, Personalentwicklung und die Berufsausbildungsvorbereitung zuständig sind.

 Aufenthaltsdauer: zwischen 2 Tagen (ohne Reisetage) und 2 Monaten

Auslandsaufenthalte für das Bildungspersonal werden zum Zweck des Lernens (z.B. berufliches Praktikum, Hospitation oder Jobshadowing, neue Technik lernen) und zum Zweck des Lehrens gefördert. Der Auslandsaufenthalt soll Teil der Personal- und Organisationsentwicklung der Einrichtung sein und entsprechend begründet werden.

Was wird bezuschusst?

Der Zuschuss für ein Mobilitätsprojekt setzt sich zusammen aus:

Fahrtkosten: Grundbetrag pro Person nach Entfernung zwischen Wohn- und Lernort

Aufenthalt: Betrag pro Person nach Zielland und Dauer; unterschiedliche Sätze für Lernende und Bildungspersonal

Organisation: Betrag pro Person für die Einrichtung zur Unterstützung der Qualität der Durchführung (Vorbereitung der Teilnehmenden; Abstimmungen; Monitoring; Lernergebnisse feststellen); der Betrag verringert sich ab dem/der 101. Teilnehmenden.

Zusätzliche sprachliche Vorbereitung: Lernende, die länger als 1 Monat im Ausland sind, erhalten zusätzliche Unterstützung zum Spracherwerb in Form eines Online-Kurses. Für Zielsprachen, die noch nicht über das Online-Sprachentool angeboten werden, kann Zuschuss für einen zusätzlichen Sprachkurs beantragt werden.

Begleitpersonen:
Fahrt- und Aufenthaltskosten für Begleitpersonen können beantragt werden, wenn Menschen mit Behinderungen, Minderjährige oder Menschen mit besonderem Förderbedarf teilnehmen werden.

Besonderer Bedarf (Special Needs):
Für Personen mit besonderem Bedarf (Mehraufwand aufgrund einer Behinderung) können mit entsprechender Begründung reale Kosten beantragt werden.

Außergewöhnliche Kosten:
Hier kann mit entsprechender Begründung ein Zuschuss beantragt werden, um besonderen Umständen Rechnung zu tragen (z.B. Visagebühren, Gebühren für eine Bankgarantie).

Die Kostenarten sind im Programmleitfaden der EU (Teil B für die jeweilige Aktion, aufgeführt in den europäischen Grundlagendokumente weiter unten auf dieser Seite) genauer beschrieben.

Die genauen Beträge für Deutschland werden pro Antragsrunde festgelegt. Sie finden Die Tabelle mit den Fördersätzen in unserer Rubrik Antragsverfahren.

Zielländer

Im Rahmen von Mobilitätsprojekten in der Berufsbildung können Teilnehmende aus Deutschland Auslandsaufenthalte in den folgenden Programmländern absolvieren:

  • EU-Mitgliedstaaten: Belgien, Bulgarien, Tschechische Republik, Dänemark, Estland, Irland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Kroatien, Italien, Zypern, Lettland, Litauen, Luxemburg, Ungarn, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Slowenien, Slowakei, Finnland, Schweden, Vereinigtes Königreich
  • Island, Liechtenstein, Norwegen, Türkei, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien
Europäische Grundlagendokumente

Mehr zur grundsätzlichen Philosophie des Programms, den spezifischen Zielen für die Berufsbildung und den Verfahren zur Antragstellung finden Sie in den Grundlagendokumenten der EU-Kommission:

  • Der Europäische Ratsbeschluss regelt den rechtlichen Rahmen des Programms Erasmus+.
  • Europäischer Aufruf: Dies ist die jährliche Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen (Anträgen). Im Aufruf sind Fristen und Budget der jeweiligen Aktionen festgelegt.
  • Der Programmleitfaden (Programme Guide) beschreibt die europäischen Prioritäten und Förderkriterien sowie administrative Einzelheiten aufgeschlüsselt nach Aktionen. Es ist das zentrale Dokument zur Vorbereitung auf Antragstellung und Durchführung.

Der Aufruf und der Programmleitfaden werden zu jeder Antragsrunde veröffentlicht. Der Programmleitfaden ist sehr umfangreich. In Kapitel B und Anhang I beziehen sich nur kurze Abschnitte auf die Leitaktion 1 "Mobilität in der Berufsbildung".